Eigentlich sollte jeder Hund so gut erzogen sein, dass Essen stehlen tabu ist, egal wie verlockend es riecht.
Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Hatte der liebe Vierbeiner schon mal ein Erfolgserlebnis, so ist es sehr schwer, ihn davon zu überzeugen, das herrenlose Wurstbrot auf dem Wohnzimmertisch nicht zu fressen!
Die Hündin einer Bekannten erlernte im Laufe der Zeit immer neue Tricks um an die unerlaubten Leckereien zu kommen.
Kein Geburtstagskuchen war vor Ihr sicher und auch die leckeren Diabetikerkekse hatten bei ihr, im wahrsten Sinne des Wortes, einen durchschlagenden Erfolg.
(Die Angewohnheit alles zu fressen, was sie fand, kostete sie letztendlich auch das Leben. Beim Spaziergang fraß sie unbemerkt einen vergifteten Köder und konnte nicht mehr gerettet werden. In Erinnerung an Laika, sie wurde nur 5 Jahre alt)
Am Besten also erst gar nicht so weit kommen lassen, und dem Hund von Anfang an klar machen, wer unerlaubt was nimmt, muss mit Strafe rechnen. Wer es liegen lässt wird belohnt.
Als ich mit Nero in der Hundeschule war, wurde um das zu erlernen ein Lerckerli direkt vorm Hund auf den Boden gelegt.
Und in dem Moment, als er es sich schnappen wollte wurde laut NEIN gesagt und ein rasselnder Gegenstand (hier Kronkorken an einer Schnur) wurde neben den Hund geworfen.
Ergebnis, der Nero erschrak und nahm das Lerckerli nicht. Nun wurde er von mir überschwänglich gelobt und bekam ein super Leckerli (nicht das vom Boden, das war ja verboten)
Diese Übung spielen wir ab und zu in abgewandelter Form durch.
Nero hat gelernt, das unser Essen, egal wo es liegt, für ihn verboten ist. und dass er sogar noch belohnt wird, wenn er es nicht nimmt. Das hat auch den Vorteil, dass er beim Spaziergang nicht alles was er findet runterschlingt.
Alles nur eine Übungssache.
Gruß Andrea