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Schock

Schock

Bei einem Schock werden die lebenswichtigen Organe, wie das Gehirn, die Nebenniere etc. nicht genügend durchblutet. Es  tritt ein akutes Kreislaufversagen ein. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben, beispielsweise Nachfolgeerscheinungen einer Krankheit, Verletzungen oder Unfällen. Ein Schock kann lebensbedrohlich sein.

Man kann in verschiedene Schockformen unterscheiden:

  1. Kardiovaskulärer Schock, kurz Herzversagen. Dieser Schock kann eine Folge der Schädigung des Herzens sein (akute oder chronische Herzerkrankung).
  2. Hypovolämischer Schock. Ursachen sind hier ein hoher Flüssigkeits- und Blutverlust (äußere und innere Verletzungen, anhaltende Durchfälle, Verbrennungen und Erfrierungen).
  3. Septischer Schock. Dieser Schock tritt häufig bei Jungtieren in Folge schwerer bakterieller Infektionskrankheiten auf.
  4. Anaphylaktischer Schock. Der Schock tritt in Folge allergischer Reaktionen auf.
  5. Neurogener Schock. Ursachen liegen hier in bestehenden Nervenstörungen. Diese entstehen durch starke Schmerzen oder auch Schädelverletzungen, beispielsweise psychische Belastungen bei Unfällen, Verletzungen innerer Organe.

Symptome: Anfangs ist der Hund in seinen Funktionen und Allgemeinzustand  geschwächt. Unter Umständen kann eine Bewusstlosigkeit auftreten. Der Puls rast und die Atmung ist beschleunigt und oberflächlich. Die Herzfrequenz ist sehr hoch.  Die Schleimhäute weisen eine blasse, bläuliche Färbung auf (Zyanose). Die Gliedmaßen und auch die Nase, die Ohren sind kalt. Im Allgemeinen besteht eine leichte Untertemperatur des Körpers.  Es treten Sehstörungen auf. Das Tier verspürt Durst und muss mitunter auch erbrechen. Der Hund verspürt Bewegungsunlust- und unfähigkeit. Im weiteren Verlauf kann das Tier in ein Koma fallen, dabei sind die Pupillen geweitet.

Erste Hilfe: Bei der Feststellung eines Schocks müssen nach wenigen Minuten die ersten Hilfsmassnahmen eingeleitet werden.
Zuerst wird das Tier in eine Schocklage, auf die Seite, gebracht. Dabei wird der Hund auf die rechte Seite gelegt. Der Kopf ist gestreckt, eventuell wird die Zunge hervorgezogen und das Hinterteil wird hoch gelagert. Das Tier muss frei atmen können. Erbrochenes muss entfernt werden, um eine Ersticken zu verhindern.
Sollte der Hund mögliche blutende Wunden aufweisen, dann müssen die Blutungen gestillt werden. Weiterhin muss das Tier vor Unterkühlung geschützt werden. Der Hund wird in eine Decke gewickelt. Wenn möglich wird dem verletzten Tier Wasser zum Trinken angeboten.
Es erfolgt dann eine Pulskontrolle. Vorsicht! Es kann zu einem Herzstillstand kommen, dann wird eine Reanimation notwendig.
Der Hund muss mit einer Decke, auch während dem Transport zum Tierarzt, gewärmt werden.
Es ist ratsam einen unter Schock stehenden Hund anzuleinen.

Drucken 21-02-2011 10:33:15

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